IQWiG sieht Privileg des „fiktiven“ Zusatznutzens für Orphan-Drugs nicht gerechtfertigt

Arzneimittel gegen seltene Leiden müssen bei Markteintritt in Deutschland nicht das reguläre Nutzenbewertungsverfahren durchlaufen. Dieses Vorgehen soll helfen, die Orphan-Drug-Entwicklung zu fördern. Doch ist es gerechtfertigt, ihnen einen fiktiven Zusatznutzen zu bescheinigen? Eine aktuelle Auswertung von Mitarbeitern des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) lässt an dem Vorgehen zweifeln.

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Perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie mit Zusatznutzen

Die im Frühjahr 2018 zugelassene Stammzelltherapie mit Darvadstrocel (Alofisel®) für komplexe, perianale Fisteln bei Morbus Crohn hat einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen bescheinigt bekommen. Da es sich bei Darvadstrocel um ein Orphan Drug handelt, gilt der medizinische Zusatznutzen durch die Zulassung als belegt – solange ein Jahresumsatz von 50 Mio EUR nicht überschritten wird. In der Nutzenbewertung ging es daher vor allem um die Kostenanalyse. Weiterlesen „Perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie mit Zusatznutzen“