Grippe: Hält doppelt impfen besser?

Viele Ärzte und Apotheker haben sich 2017 schon frühzeitig gegen Grippe impfen lassen. Der trivalente Impfstoff bietet jedoch nur einen begrenzten Schutz. Sollte man sich nun mit dem Vierfachimpfstoff nochmals impfen? Oder ist das zu gefährlich?

In der aktuellen Saison (2017/2018) zirkulieren in Deutschland in erheblichem Ausmaß Influenzaviren der B-Linie, deren Antigene im trivalenten Impfstoff (TIV) nicht enthalten waren.
Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) den quadrivalenten Impfstoff (QIV). Trotzdem gibt es keine generelle Empfehlung zur Nachimpfung von Personen, die den trivalenten Impfstoff bereits erhalten haben:

  • Es liegen keine Daten dazu vor, ob es nach einer Nachimpfung mit einem zweiten Influenzaimpfstoff vermehrt zu Impfreaktionen kommt und
  • ob ein Mindestabstand zu einer vorausgegangenen TIV-Impfung für eine Nachimpfung mit QIV einzuhalten ist.

Bei Hochrisikopatienten liegt die individuelle Entscheidung beim Arzt. Das Robert Koch Institut erwähnt hier Grunderkrankungen, die zu einen besonders schlimmen Verlauf der Influenza führen könnten.

Fazit

Bei immunkompetenten Ärzten und Apothekern, die wenig Kontakt zu Patienten mit akuten Atemwegsinfektionen haben, ist eine Nachimpfung wahrscheinlich nicht sinnvoll.
Alle anderen müssen selbst entscheiden. Die Entscheidung zur Kostenübernahme liegt in jedem Fall bei den Krankenkassen und sollte vorab geklärt werden.

Kommentar verfassen