Vom 4. bis 10. November 2024 findet die #MedSafetyWeek mit dem Motto „Preventing side effects“ statt. Weltweit rufen Arzneimittelbehörden dazu auf, Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen zu melden.
BfArM und PEI rufen zur Teilnahme auf
Die #MedSafetyWeek ist eine internationale Kampagne zur Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Global beteiligen sich in diesem Jahr 104 Organisationen aus 91 Ländern an der Aktion. In Deutschland erfassen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Verdachtsfallmeldungen gemeinsam unter www.nebenwirkungen.bund.de und bewerten sie. Seit über 40 Jahren betreut das Uppsala Monitoring Centre (UMC), Uppsala/Schweden, das Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für internationale Arzneimittelüberwachung (WHO Programme for International Drug Monitoring, PIDM) und koordiniert die Kampagne #MedSafetyWeek in den sozialen Medien.
Meldung essenziell für Patienten- und Arzneimittelsicherheit
Die diesjährige Kampagne soll insbesondere ein Augenmerk auf Medikationsfehler und vermeidbare Arzneimittelnebenwirkungen legen. Patienten sollen sensibilisiert werden, Arzneimittel nur wie angeordnet einzunehmen, während Angehörige der Gesundheitsberufe animiert werden sollen, weiterhin jede Arzneimittelverordnung und -anwendung kritisch zu hinterfragen.
Prof. Dr. med. Karl Broich, Präsident des BfArM, betont:
Nebenwirkungen beschränken sich nicht auf das, was in der Packungsbeilage steht. Eine Nebenwirkung ist nach dem Arzneimittelgesetz jede schädliche und unbeabsichtigte Reaktion auf ein Arzneimittel. Für die Patientensicherheit ist es umso wichtiger, dass auch solche Reaktionen gemeldet werden.“
Verdachtsfall melden
Patienten und Angehörige werden gleichermaßen dazu aufgerufen, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de zu melden. Weitere Informationen sind auf der Kampagnenseite des BfArM einsehbar.
Quellen
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Pressemitteilung „#MedSafetyWeek 2024: Internationale Kampagne zur Meldung von Nebenwirkungen“ vom 31. Oktober 2024.
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Internationale Kampagne #MedSafetyWeek ruft zum Melden von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen auf. Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 3/2023. (Stand: 31. Oktober 2024)
Bildquelle
Uppsala Monitoring Centre