Gesundheit und Salz: WHO empfiehlt reduzierten Konsum

Speisesalz landet in großen Mengen auf den Tellern dieser Welt. Doch obwohl das enthaltene Natrium zu den essenziellen Nährstoffen zählt, kann ein Überkonsum schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

Viele Wege führen auf den Teller

Die World Health Organization (WHO) spricht sich immer wieder für eine Reduktion der Salzaufnahme aus und gibt dazu Empfehlungen an die Hand. Im Mai 2026 wurde nun ein Fact Sheet zur Reduktion von Natrium veröffentlicht. Natrium findet über verschiedene Wege in unsere Nahrung. Neben dem klassischen Speisesalz aus dem Streuer befindet es sich auch natürlicherweise in einigen Lebensmitteln. Jedoch verbergen sich häufig besonders hohe Mengen in stark verarbeiteten Lebensmitteln. Auch in Glutamat, das in vielen Küchen für den charakteristischen Umami-Geschmack geschätzt wird, ist Natrium enthalten.

Gerade im Urlaub, wenn keine eigenen Kochmöglichkeiten zur Verfügung stehen, schwindet erfahrungsgemäß der Überblick darüber, was alles in den Mahlzeiten enthalten ist. Dabei soll die Auszeit vom Alltag eigentlich förderlich für unsere Gesundheit sein. Wir nehmen die anstehende Urlaubssaison zum Anlass, einen genaueren Blick auf das diskutierte Kation und die Empfehlungen der WHO zu werfen.

Warum ist zu viel Natrium schlecht?

Laut den Daten der WHO nahmen im Jahr 2021 Erwachsene weltweit im Schnitt 11 g Salz pro Tag zu sich, während die Empfehlung bei unter 5 g pro Tag liegt. Diese 5 g Salz entsprechen 2000 mg Natrium. Die übermäßige Aufnahme von Natrium korreliert mit unerwünschten gesundheitlichen Ereignissen wie erhöhtem Blutdruck, was unter anderem mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Übergewicht und Leberschäden einhergeht. Im Jahr 2023 standen schätzungsweise 1,7 Millionen Todesfälle in Zusammenhang mit einer übermäßigen Natriumaufnahme.

Was empfiehlt die WHO?

Die WHO empfiehlt zum wiederholten Male eine Reduktion der Salzaufnahme zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. Dabei sei die Salzreduktion eine der kostengünstigsten Methoden, um die Gesundheit zu verbessern. Die WHO hat Maßnahmen erarbeitet, die auf politischer Ebene umgesetzt werden sollten, aber auch jeder einzelne kann etwas für die eigene Gesundheit tun. Beispielsweise sollte der Fokus auf weniger verarbeiteten Lebensmitteln liegen, beim Kochen wird die Verwendung von Kräutern und Gewürzen und dafür wenig Salz empfohlen. Auch Fertigprodukte wie Salatdressings, Saucen und Instantprodukte sollten nur eingeschränkt verzehrt werden. Lebensmittel mit geringerem Natrium-Gehalt sollten den Vorzug erhalten, iodiertes Salz wird empfohlen.

Quellen

World Health Organization (WHO). Fact Sheet: Sodium reduction. 11. Mai 2026 (Zugriff am 13. Mai 2026).

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