Das Robert Koch-Institut befragte die deutsche Bevölkerung zum subjektiven Gesundheitsempfinden. Das Ergebnis: Etwa zwei Drittel der Erwachsenen bewerteten ihren allgemeinen Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Um die Psyche von jungen Menschen steht es nicht so gut.
Aktuelle Befragung
Unter dem Namen „Gesundheit in Deutschland“ fragt das Robert Koch-Institut regelmäßig den selbsteingeschätzten Gesundheitszustand bei der Bevölkerung ab. Im Jahr 2024 standen für rund 47.000 Teilnehmer ab 16 Jahren sechs Aspekte auf dem Prüfstand:
- Allgemeine körperliche Gesundheit
- Chronische Krankheiten
- Körperliche Einschränkungen
- Einschränkungen bei Alltagsaktivitäten
- Diabetes mellitus
- Psychisches Wohlbefinden
Im Alter eingeschränkt, aber psychisch gesünder
Der Anteil der Personen, die ihre allgemeine Gesundheit als (sehr) gut angab, betrug 64,2% und war bei Männern höher. Im Vergleich zu den Antworten aus dem Jahr 2023 sprachen allerdings weniger Menschen von sehr guter oder guter Gesundheit.
53,7% hatten eine chronische Erkrankung oder ein langanhaltendes Gesundheitsproblem, hauptsächlich über 65-Jährige. Diabetes mellitus betraf 10,3% der Teilnehmer, körperliche Einschränkungen 7% der Befragten. Insbesondere über 80-Jährige gaben Probleme beim Laufen und Treppensteigen an. Wurde nach Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten gefragt, beantworteten 38,4% dies mit Ja.
Die psychische Gesundheit war 2024 als neue Fragestellung hinzugekommen. Mit 28,2% nannte fast jede dritte Person ein eher niedriges Wohlbefinden in dieser Kategorie. Anders als bei der körperlichen Befindlichkeit lag der Anteil des Wohlbefindens hierbei mit zunehmendem Alter höher. 18- bis 29-Jährige zeigten mit 5,1% den geringsten Anteil an hohem psychischen Wohlbefinden und den höchsten an niedrigem psychischen Wohlbefinden (37,7 %).
Alter und Bildung als relevante Faktoren
Insgesamt gaben Ältere und Menschen aus niedrigeren Bildungsgruppen häufiger Gesundheitsprobleme an. Im Vergleich zu den Daten von 2014 stieg die Prävalenz von Mobilitätseinschränkungen an, was nur teilweise durch die alternde Gesellschaft erklärbar ist. Die Autoren vermuten zunehmende Erkrankungen, Übergewicht und reduzierte körperliche Aktivität hinter diesem Trend. Sie bezeichnen zudem die Entwicklungen in der psychischen Gesundheit junger Erwachsener als besorgniserregend.
Quelle
Robert Koch-Institut. Erste Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland“, vom 02.08.2025.
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