Hoch die Tassen

Der 29. September ist der internationale Tag des Kaffees (coffee, café, caffè, ко́фе, kahve, kahawa, καφές,  咖啡, koffie) und wir dürfen ihn guten Gewissens mit einer Tasse (oder auch Kanne) davon kräftig feiern. Denn wie eine multinationale Studie nun zeigte, leben wir dann länger.

Mehr als 500000 Teilnehmer mit unterschiedlich hohem Kaffeekonsum aus 10 europäischen Ländern wurden eingeschlossen und rund 16 Jahre lang nachbeobachtet. Verglichen wurden Nichtkonsumenten mit vier nach getrunkener Menge eingeteilten Gruppen von Kaffeetrinkern. Der höchste Verbrauch pro Kopf war mit einem knappen Liter in Dänemark zu verzeichnen, nur etwa ein Zehntel davon nahmen die Italiener zu sich (nicht ausgewertet wurde dabei, ob hier nicht ein Vergleich zwischen Blümchenkaffee und Espresso, in dem der Löffel stehen bleibt, stattgefunden hat). Die Deutschen kommen auf etwas weniger als einen halben Liter pro Tag.

Die Mortalität war unter Kaffeetrinkern niedriger, vor allem bei denjenigen mit sehr hohem Kaffeekonsum (HR 0,88 [Männer] bzw. 0,93 [Frauen]). Besonders groß war der Unterschied bei den Verdauungstrakt betreffenden Krankheiten, unter anderem verschiedenen Lebererkrankungen. Kaffeetrinker starben seltener an Leberzirrhose und hatten im Schnitt bessere Leberwerte, beispielsweise niedrigere Spiegel an ALP oder AST. Frauen konnten darüber hinaus sogar auch noch niedrigere HbA1C– und Lipoprotein-Werte sowie höhere HDL-Spiegel vorweisen. Ähnliche Assoziationen konnten für Herzkreislauferkrankungen gezeigt werden, insbesondere für zerebrovaskuläre Ereignisse, und auch hier war der Effekt bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern.

Dies galt übrigens für beide – normalen und auch entkoffeinierten Kaffee.

Kommentar verfassen