Das in Slush-Eis enthaltende Glycerin kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Vor allem Kinder sollten auf dieses Getränk besser verzichten.
Slush-Eis
Slush-Eis ist ein halbgefrorenes Getränk, das aus Eiswürfeln, Fruchtsaft oder Sirup hergestellt wird. Ist das Slushy allerdings nicht selbstgemacht, findet man unter den Zutaten häufig extrem viel Zucker oder Süßungsmittel, künstliche Aromen und Lebensmittelfarbstoffe. Außerdem wird Glycerin (E 422) zugesetzt. Glycerin wird hier als Gefrierschutzmittel eingesetzt und verleiht dem Kaltgetränk seine typische, an Schneematsch erinnernde Konsistenz.
Osmotische Wirkung von Glycerin
Das leicht süß schmeckende Glycerin wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Feuchthaltemittel eingesetzt. Durch seine osmotische Wirkung findet es beispielsweise auch Verwendung als Abführmittel oder bei erhöhtem intrakraniellem Druck und Glaukom. Bei einer zu hohen Aufnahme können jedoch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Durchfall und Benommenheit auftreten.
BfR rät vom Konsum von Slush-Eis ab
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nun allerdings eine Mitteilung herausgegeben, in der vom Konsum von Slush-Eis-Getränken mit Glycerin abgeraten wird. Grundlage hierfür ist ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die dieses Jahr eine akute Referenzdosis (ARfD) von 125 mg Glycerin pro kg Körpergewicht für einen einmaligen Verzehr eines glycerinhaltigen Getränks, wie eines Slush-Eis-Getränks, abgeleitet hat. Sowohl die maximale Verwendungsmenge laut Europäischem Erfrischungs-Getränkeverband als auch die gemessenen Glyceringehalte in Slush-Eis würden beim Verzehr von 250 ml bei Kindern zwischen ein und zehn Jahren sowie beim Verzehr von 500 ml ab einem Altern von zehn Jahren die maximale Verzehrmenge überschreiten.
Da für Verbraucher nicht erkennbar ist, wie viel Glycerin in einem Slush-Eis enthalten ist, sollte die Verzehrmenge entsprechend gering gehalten oder gänzlich auf das bunte Erfrischungsgetränk verzichtet werden; vor allem bei Kindern.
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